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Männer ·

HC Inntal kämpft trotz fünf Ausfällen – TuS Prien nimmt die Punkte mit

HC Inntal26:32TUS PrienLuitpoldhalle

🤾‍♂️ HC Inntal – TuS Prien 26:32 (12:16)

Mit fünf Ausfällen im Stammpersonal ging der HC Inntal am Samstagabend in der heimischen Luitpoldhalle gegen den TuS Prien an den Start. Trotz der personellen Rückschläge zeigte die Mannschaft über 60 Minuten Kampfgeist, gab sich zu keinem Zeitpunkt auf und versuchte bis zum Schluss, das Spiel noch einmal zu drehen. Am Ende musste sich Inntal mit 26:32 geschlagen geben. Dabei muss man anerkennen: TuS Prien wollte den Sieg an diesem Tag einfach mehr.

Der HC Inntal startete ordentlich in die Partie, doch nach dem frühen 0:1 drehte die Mannschaft das Spiel und ging mit 4:3 in Führung. Anschließend übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Aus dem 4:4 wurde innerhalb weniger Minuten ein 4:9. Mit einer Trefferquote von lediglich 52 Prozent in der ersten Halbzeit ließ der HC Inntal zu viele Chancen ungenutzt, was den Rückstand zur Pause von 12:16 mit erklärt. Inntal kämpfte sich zurück, konnte den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Prien zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Beim 14:20 und später beim 15:21 wurde deutlich, wie schwer sich Inntal an diesem Abend tat. Die Gäste waren konsequent, suchten den direkten Weg zum Tor und gingen dahin, wo es weh tut. In den entscheidenden Situationen waren sie entschlossener und nutzten ihre Chancen konsequenter.

Trotzdem steckte Inntal nicht auf. Angeführt von einem treffsicheren Lorenz Paul, der mit elf Toren bester Werfer der Gastgeber war, versuchte die Mannschaft alles, um den Anschluss wiederherzustellen. Als Nils Waldmann mit zwei Treffern in Folge auf 19:24 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch Prien fand immer wieder eine Antwort und hielt den Abstand aufrecht.

Erschwerend kamen die beiden roten Karten hinzu, die den HC Inntal zusätzlich schwächten. Besonders die Disqualifikation von Dietmar Kühnel sorgte aus Inntaler Sicht für Unverständnis und wurde als ungerechtfertigt empfunden. Auch Nils Waldmann, der bis dahin alles für seine Mannschaft gegeben hatte, musste nach seiner roten Karte das Feld verlassen. Gerade für die verbleibenden Minuten fehlte damit eine weitere wichtige Option.

Doch Inntal ließ die Köpfe nicht hängen und kämpfte bis zum Schlusspfiff weiter. Beim 23:28 und später beim 25:31 war die Partie zwar weitgehend entschieden, dennoch erzielte die Mannschaft noch einen Treffer. Am Ende stand ein 26:32 auf der Anzeigetafel. Eine Niederlage, die schmerzt, bei der sich die Mannschaft aber zumindest den Vorwurf nicht machen muss, aufgegeben zu haben.

Trainer Daniel Gattung sieht trotz der Niederlage keinen Grund, an der Qualität der Mannschaft zu zweifeln. Auf die Frage, woran es aktuell liegt, findet er klare Worte:

„Die Mannschaft ist gut. Das ist eine der besten Mannschaften, die Rosenheim je hatte, wenn nicht die beste. Aktuell ist ein bisschen Sand im Getriebe, aber sobald die Mannschaft ins Rollen kommt, wird es schwer sein, sie zu stoppen.“

Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht. Am kommenden Wochenende wartet auswärts mit Anzing III eine ganz andere Hausnummer. Um dort bestehen zu können, muss die Mannschaft unter der Woche ordentlich trainieren, an den Abläufen arbeiten und als Team den nächsten Schritt machen. Denn das Potenzial ist da – jetzt gilt es, es auch gemeinsam auf die Platte zu bringen.

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